"Wir sind cool, unterhaltsam und interessant! So wollen wir auch die Politik präsentieren!" – hinter dieser Botschaft stellt sich das Team des digitalen Bildungsportals SmartiGraphs. Das Projekt startete während der Studentenproteste vor etwa zwei Jahren mit zwei Mitarbeitern. Alexandra Toptschiewa berichtet mehr darüber:
"Zusammen mit meinem Kollegen Wladimir Wassilew haben wir die Studentenproteste von damals beobachtet und kommentiert", sagt sie. "Dabei haben wir festgestellt, dass viele Menschen grundlegende Prinzipien über den Aufbau unseres Staates nicht kennen. Wir haben oft den Satz gehört, dass man die Verfassung ändern soll, als wir dann aber nachgefragt haben, was daran so schlecht ist, haben wir oft als Antwort gehört, dass man die Verfassung eigentlich gar nicht gelesen hat. So entstand die Idee über die Internetseite - wir wollten dadurch die fehlende Bürgerbildung nachholen. Man kann keine funktionierende Demokratie aufbauen, wenn die Bürger selbst nicht wissen, was sie tun können. Wir wollten die Politik freundlicher und verständlicher machen. Über die Internetseite kann man Neues erfahren oder seine Kenntnisse vertiefen und zwar auf unterhaltsamer Art - durch Bilddarstellungen. Somit haben wir das politische Wesen visualisiert und haben es zugänglicher gemacht. Es ist wissenschaftlich belegt, dass man dadurch 80% der Information beibehalten kann, was wesentlich mehr, als bei einem geschriebenen Text ist. Dabei haben wir uns auch ein Zitat von Bismarck vor Augen gehalten - er hat gemeint, dass die Politik keine Wissenschaft, sondern Kunst ist. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Politik graphisch darzustellen."
Momentan besteht das Team der Web-Enthusiasten aus 12 Personen. Sie haben Informationskampagnen über die Europawahl und die Parlamentswahl in Bulgarien organisiert. Man kann daraus viele interessante Tatsachen über die Kabinettsmitglieder von verschiedenen Regierungen, sowie über die Haushaltsbildung, die Energiepolitik u.a. erfahren. Auf der Internetseite von SmartiGraphs gibt es 116 Veröffentlichungen, die bislang von mehr als 100.000 Personen gelesen wurden. Das Team arbeitet unter dem Motto: "Lasst uns das Puzzle des Wissens zusammensetzten". Die Teammitglieder sind der Meinung, dass wir die richtige Zusammensetzung aus Regeln und Denkweisen brauchen, damit die Politik ihre Leitungsfunktion aufrechterhalten kann. Wollen die jungen Internetgestalter weiterhin hier bleiben, oder haben sie auch schon Pläne, das Land zu verlassen und ihr Glück woanders auszuprobieren?
"Es ist viel leichter zu Hause zu sein und auf eigenem Boden zu arbeiten", kommentiert Alexandra. "Es gibt viele Dinge, die ich hier mag und schätze, daher bin ich noch in Bulgarien. Natürlich will ich weiterhin die Welt bereisen und neue Menschen und Orte kennen lernen, um Ideen zu schöpfen. Ich will aber helfen, die Probleme in Bulgarien zu lösen, die Flucht ist keine Lösung, man wechselt nur den Ort, die Probleme bleiben. Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass die Bürger des Landes zu wenig über ihr eigenes Potential wissen, daher wollen wir sie besser informieren. Vielleicht ist das nicht der beste Weg, aber es ist ein Weg. Wir wollen eine Generation schaffen, die sich in diesem Land wohl fühlt, weil die Dinge hier funktionieren. Sie sollen aktiv sein und das Gefühl haben, dass sie etwas bewirken können", ist Alexandra Toptschiewa von der Internetplattform SmartiGraphs überzeugt.
Übersetzung: Milkana Dehler
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