Heute ist der erste Tag der längsten Fastenzeit für die orthodoxen Gläubigen. Das orthodoxe Ostern fällt in diesem Jahr auf den 2. Mai. Die Fastenzeit beginnt 40 Tage vor dem Fest am 15. März. Das ist das letzte und strengste Fasten in der Orthodoxie, dass auch als Großes Fasten genannt wird.
Die Enthaltung von fettigem Essen wurde von der christlichen Kirche in Erinnerung an das 40-tägige Fasten Jesu Christi in der Wüste vorgeschrieben. Christliches Fasten bedeutet neben dem Verzicht auf Lebensmittel tierischen Ursprungs auch den Verzicht auf schlechte und sündige Gedanken, Worte und Taten. Auf diese Weise können Gläubige ihre Seelen und Körper reinigen und sich würdig auf die Auferstehung Christi vorbereiten.
Während des Osterfastens ist jede Woche einem Ereignis oder einer Person gewidmet, deren Taten Demut und Umkehr erfordern. Während der ersten Fastenwoche sind die Beschränkungen strenger, die Gottesdienste in den Kirchen länger.
Der zu Ehren des Großmärtyrers Theodor Tiro (20. März) zubereitete Weizen wird in der Kirche geweiht. Die Volkstradition feiert diesen Tag als Theodorstag.
Die letzte Fastenwoche wird mit der letzten Woche des irdischen Dasein Jesu in Verbindung gebracht, in der insbesondere an die Leiden, den Tod und das Begräbnis erinnert wird. Deshalb wird diese Woche Karwoche oder die Woche der Leiden genannt.
Weitere Informationen zu der Zeit der Demut und Einschränkungen, die heute im Leben orthodoxer Christen beginnt, finden Sie unter "Die Fast – der andere Blick auf Alltag und Festtage".
Redaktion: Gergana MantschewaÜbersetzung: Georgetta Janewa
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