Überwachungskameras haben vor einigen Tagen einen Bären in einem Wohnviertel der Stadt Karlowo aufgenommen. Das Raubtier war bis zu den Häusern im nördlichen Teil der Stadt hinabgestiegen und spazierte unbeirrt durch die Straßen, bis es von einem vorbeifahrenden Auto erschreckt wurde. Nach Bürgerhinweisen wurden umgehend rund um die Uhr Patrouillen der Teams des Staatlichen Forstamts in der Stadt eingesetzt. Bisher hat das Tier in Karlowo keinen Schaden an Menschen verursacht.
Dieser Vorfall ist jedoch bei weitem kein Einzelfall. In verschiedenen Orten Bulgariens werden Begegnungen mit Bären immer häufiger, da natürliche Nahrungsquellen in der Wildnis fehlen und gleichzeitig leicht zugängliche Nahrung in der Nähe von Menschen vorhanden ist. Frühere Fröste beschädigten Obstbäume und Eicheln – Hauptnahrungsquellen für Bären – was sie dazu zwingt, alternative Nahrungsquellen in Siedlungen zu suchen, warnen Experten von WWF. Nach ihrer Einschätzung bedeutet dies jedoch nicht, dass die Population stark zunimmt, diese bleibt stabil.

Als Reaktion auf die zunehmenden Vorfälle startete WWF Bulgarien kürzlich eine Informationskampagne in den sozialen Medien, um die Menschen darüber aufzuklären, wie sie sich bei einer Begegnung mit dem Raubtier verhalten sollten. Die Kampagne betont, dass Bewusstsein der Schlüssel zu einem sicheren Zusammenleben mit dieser geschützten und für unser Ökosystem wichtigen Art ist.
Lesen Sie auch:
Zusammengestellt von Weneta Nikolowa
Übersetzt und veröffentlicht von Lyubomir Kolarov
Fotos: BTA, wwf.bg
Heute findet im Gebäude der Gemeinde Smoljan ein Treffen zum Thema „Der Bär im Kontext des Ökotourismus: Möglichkeiten und Perspektiven“ statt. Die Veranstaltung wird vom WWF Bulgarien und dem Verein „Neue Horizonte – Smoljan“ organisiert. Ziel..
Unter dem Motto „Verantwortung, Einheit und Sicherheit“ fand am 5. und 6. November 2025 im Hyatt Regency Sofia ein deutsch-bulgarisches Seminar für Journalistinnen, Journalisten und Multiplikatoren statt. Veranstalter waren die Europäische Akademie..
Das Forschungsschiff „Hl. Hl. Kyrill und Method“ (NIK 421) verließ den Hafen von Warna nach einer feierlichen Zeremonie am Passagierterminal. Auf seiner vierten Expedition zur Antarktis wird das Schiff voraussichtlich Ende Dezember die..